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„2020 lässt mich aus tiefstem Herzen hoffen!“ - Ein Jahr der Wertschätzung

Ich möchte Dir, liebe(r) LeserIn, nicht den Eindruck vermitteln als hätte ich die negativen Aspekte dieses Jahres nicht auf dem Schirm, darum fange ich in meinem Artikel mit dem negativen 2020 an. Allerdings muss ich eine wahnsinnig positive Bilanz aus dem Jahr ziehen. Die gesellschaftlichen Aspekte lasse ich hier komplett außen vor, ich sage dazu nur eins: Manche Menschen machen mir Angst dieser Tage. Das Relativieren von Toten oder das Gleichsetzen aktueller Einschränkungen mit Sophie Scholl oder Anne Frank zu vergleichen, da fehlen einem die Worte. Und das alles, um schlichtweg unsolidarisches Verhalten zu rechtfertigen. Ich glaube dass diese Krise Probleme offenbart, die schon längst da waren.


FURCHTBARES JAHR

Wenn du uns ein wenig verfolgst, dann weisst du wie unsere Einstellung zur Krise, zum Leid in der Branche und zu einem reflektierten und wertschätzenden Umgang untereinander ist. Die Corona Krise ist furchtbar. Das möchte ich an dieser Stelle unterstreichen und ein Stoßgebet für all jene, die gesundheitlich unter den Folgen leiden oder die wirtschaftlich vor dem Aus stehen.


TEAM

Innerhalb des Teams hat das Jahr uns auch enger zusammengebracht. Die Krise hat eigentlich einmal mehr gezeigt dass Kommunikation extrem wichtig ist. Durch die unterschiedlichen Ausgangssituation der einzelnen Mitglieder war es anfangs nicht ganz einfach unsere Arbeit fortzuführen. Ich bin hierauf auch in meinem Artikel über Dezemberzeilen mal kurz eingegangen. Eine gute Kommunikation, zahlreiche Meetings über Zoom oder FaceTime konnten uns aber unseren Zielen dann auch wieder näher bringen.


KLETT COLOUR LAND 4

Unter anderen haben wir in diesem Jahr auch für den Klett Verlag wieder ein Schulbuch vertont. Dabei wurde natürlich vieles ebenso über die Ferne erarbeitet und Demos und Arrangements einander zugeschickt. Erst in der letzten Phase waren wir im Team dann im Studio. Die Kommunikation ist bei solchen Aufträgen für die Kreativen sowieso schon eine Herausforderung. Meist kommt das Feedback von Autoren nur über Ecken bei mir an, und diese wissen natürlich genauso wenig über die Denkprozesse die bei uns abgehen, und warum wir welche Entscheidung wie treffen. Hätte es keine Kontaktbeschränkungen gegeben, wäre ich mit Freude einmal hingefahren, um möglichst viel Konsens einzusammeln. Aber es hat dennoch zur Zufriedenheit aller geklappt.


INTENDED MESS

Jahrelang hatte ich bereits an Material geschrieben, und in diesem Jahr dann die ersten Texte mit meiner Co-Writerin Jenny Chenney fertig gestellt. Jenny ist deshalb so wichtig, weil sie mir hilft meine Texte ins Englische zu übersetzen. Warum macht ein deutscher Songwriter das? Nun, zum einen gab es den Wunsch einfach noch mal auf englisch zu singen, und zum anderen denke ich wirklich dass diese selbst-reflektierenden Texte auf Deutsch vermutlich zu deutlich wären. Deutsch ist unglaublich präzise und auf Englisch „fliegt“ so manche Hookline etwas mehr. Sicherlich ein komplexes Thema, was ich hier nicht in drei Zeilen zusammenfassen kann. Und eigentlich auch nicht will. Texte fertig, was nun?

Mitten im ersten Lockdown konnte ich meine Zeit nutzen und im Studio ein Layout nach dem anderen machen. Diese Demos wurden dann genutzt (teilweise noch editiert und transponiert), um die Leadvocals aufzunehmen. Anschließend ging es mit einer Live-Band in die Produktionsphase. Mal andersrum… Mit dem Drive vernünftiger Vocals - was auch bedeutet dass ich den Kopf mal am Instrument frei habe und nicht schon die nächsten 12 Schritte berechne - haben wir in einer Livesession zu viert Bass und Drums aufgenommen. Das war ein echtes Erlebnis.

Mit Katja Stoffels (Bass), Marc Rohles (Keyboards) und Denis Sarp (Drums) hatte ich die perfekte Session Band. Markus kümmerte sich um die Technik und den Sound, Fabian Brümmer produzierte und ich genoß die Sache! Endlich noch mal mit ner Band im Studio. Erleben wie die Musiker mit jedem Takt mehr in den Song reinlegen. Wie sie beim zweiten Teil der Strophe mehr schieben, wie sich Bass und Drums in Extase beim Solo spielen… Das war einfach toll. Pure Dankbarkeit! Seid gespannt! Der zweite Lockdown verhinderte jetzt erstmal das Voranschreiten, aber das ist für den Moment okay.

Zu Erwähnen sei auch dass Mirjam von Eigen (Vocalcoach), eine Sängerin die mit mir die Songs erarbeitet hat, bei den Vocal-Recordings auch anwesend war und sie zu einem tollen Ergebnis gecoacht hat. Absoluter Luxus für mich: Endlich mal andersrum! Jemand coacht meinen Gesang von der Regie aus.


DEZEMBERZEILEN

Zu Dezemberzeilen habe ich schonmal einen eigenen Artikel geschrieben, diesen findest Du hier.

Das Projekt war der Hammer, das Ergebnis - trotz Corona - eigentlich kaum zu glauben. Viele Verkäufe, viel Feedback. Und darauf möchte ich nun noch mal gesondert eingehen.


EIN JAHR DER WERTSCHÄTZUNG

2020 war für mich ein Jahr der Wertschätzung. Unfassbar, und eigentlich kaum zu glauben, was Leute uns für Nachrichten schickten. Von Tränen in den Augen bis hin zu Bildern vom gemeinsamen Advents-Frühstück mit Dezemberzeilen war alles dabei! Wir konnten es wirklich kaum fassen und sind dafür sehr dankbar. Auch innerhalb des Teams schlug sich diese Stimmung nieder. Nie gab es so viele Hürden zu überwinden und nie bestätigte sich ein Team durch Leistung und Herz mehr als hier. Da drei von vieren das rurtonproducing-Team sind, ist denke ich klar, dass sich das auf alle Beteiligten bezieht. Nachdem wir uns auch bei Dezemberzeilen alle gefunden hatten und die letzten Ungereimtheiten beseitigt waren, das Projekt endlich zwischen all den Köpfen, Wünschen und Erwartungen definiert war und damit auch ein ursprüngliches Teammitglied ging, waren VIERDAFÜR geboren.


Schon manchmal unheimlich: Wie wertschätzend wir untereinander waren, so wertschätzend war man von außen auch zu uns. Mal wieder ein Spiegel.

In diesem Sinne: Ein tolles Jahr geht zu Ende, und gleichzeitig ein schreckliches für viele Menschen.


Passt aufeinander auf!

Marcel

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