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"Ein Album machen!" - Maike von vierdafür (Dezemberzeilen)

An dieser Stelle möchte ich Dir unser "vierdafür"-Teammitglied Maike Toussaint vorstellen. Sie ist Kinderlieder Sängerin und Schauspielerin. In unserem gemeinsamen Projekt vierdafür lernten wir sie kennen. Zu unserem Album "Dezemberzeilen" gibt es hier mehr Infos.

Maike hat ihre Sichtweise auf die Produktion eines Albums mit einem Produktionsteam einmal in diesem Blog Artikel für dich zusammengefasst.

Viel Freude beim Lesen,

Marcel


LASS UNS ZUSAMMEN EIN ALBUM MACHEN!

Schon einige Jahre konnte ich im Bereich Kindermusik praktische Erfahrungen sammeln. Nicht nur als Konsument, denn ich bin sowohl gelernte Erzieherin als auch selbst Mutter zweier musikbegeisterter Töchter, sondern auch praktisch auf der Bühne. Zusammen mit einem Kinderliedermacher durfte ich über drei Jahre seine Songs für Kinder mitsingen und performen, was mir unglaublich viel Freude bereitet hat und einen Wunsch hat in mir wachsen lassen: „Sowas möchte ich irgendwann auch mal machen!“.


ALLES AUF ANFANG

Marcel und Markus lernte ich zunächst eher flüchtig kennen. Zusammen mit Denis wollten sie ein Weihnachtsalbum produzieren. Modern und frisch sollte es daherkommen. Und vor Allem sollte es die ganze Familie ansprechen, was sich als herausfordernder darstellte, als man zunächst glaubt.

Und dann bekam ich eine unglaubliche Chance. Obwohl ich eigentlich keine nennenswerte Erfahrung mitbrachte und offen gesagt zunächst ein wenig eingeschüchtert von diesen gestandenen Profis war, bot Marcel mir an, als vollwertiges Teammitglied in diese Produktion einzusteigen.


WIE KÖNNTE ICH DA "NEIN" SAGEN?

Zunächst kamen in mir viele Zweifel auf: Was für eine Erwartung haben sie an mich? Kann ich diesen überhaupt gerecht werden? Das sind doch Mega-Profis! Wo wird ein Gewinn für sie an diesem Projekt durch mich sein? Wo ich ja keine musikalische Ausbildung oder sonstiges Fachwissen beisteuern kann usw… . Was ich aber bieten konnte war, neben einer pädagogischen Ausbildung und einen Blick für „die Familie“, eine brennende Leidenschaft für das Projekt.

Ich wusste auch, dass ich damit eine Möglichkeit bekomme zu lernen und zu verstehen, wie eigentlich ein Album produziert wird. Denn davon hatte ich ehrlich gesagt zu Beginn im Herbst 2019 nicht die leiseste Ahnung.


UND DANN GING ES LOS

Denis und Marcel hatten schon viele Male ihre Köpfe zusammengesteckt und Song-Entwürfe geschrieben, als wir das erste Mal gemeinsam im Studio ans Werk gingen. Die ersten Layouts wurden also angelegt.

Und auf einmal war ich mittendrin. Hilfe! Was ist eigentlich ein Layout? Also den ersten Gedanken, wie ein Song angelegt sein soll bzw. in welche Richtung wir uns thematisch und musikalisch bewegen.

Aber zu diesem Zeitpunkt in der Produktion stehen weder Tonart, Tempo, Arrangement, noch die finale Stimme und dergleichen im Vordergrund.


TROTZ WARNUNG...

Stolz präsentierte ich meiner Familie zu Hause unsere Layouts. Was natürlich zur Folge hatte, Feedback zu diesen vollkommen „jungen und wilden“ Ideen zu bekommen: „Da ist aber das Schlagzeug sehr dominant", „das ist nicht wirklich deine Tonlage“ oder auch einfach „klingt jetzt nicht unbedingt nach Weihnachten“.

Gerüstet mit einem kompletten DIN A4-Block voller gut gemeinten Änderungsvorschläge fuhr ich also zurück ins Studio und starrte in verschmitzt grinsende, leicht kopfschüttelnde Gesichter. Ich wurde vorher gewarnt, die Layouts besser nicht in dieser vor-pubertären Phase der Außenwelt zu präsentieren. Jetzt musste ich erstmal geerdet werden und verstehen an welchem Punkt der Produktion wir uns befinden. Heute – mit einigen Monaten Erfahrung, wie diese jungen, wilden Ideen erwachsen werden - verstehe ich absolut warum und bin umso dankbarer für die unendliche Geduld, die mir immer wieder entgegengebracht wurde, wenn ich vermeintlich „dumme Fragen“ gestellt habe.


SONG-PUZZLE

Und dann wurde arrangiert ohne Ende. Diesen Prozess konnte ich, dem Frühjahrslockdown geschuldet, nur sehr passiv begleiten. Aber Markus ist sehr akribisch darin, jeden Entwicklungsschritt festzuhalten und ihn in unserer gemeinsamen Arbeitsplattform „MeisterTask“ anzulegen. So wurde mit jedem Instrument von Marcel und jedem Textentwurf von Denis für mich langsam, Stück für Stück, ein Schuh draus. Ich verstand Marcel, der Produzent dieses Projektes war, und seine „Vision“ immer besser. Und auch wenn jeder von uns so seine eigene Vorstellung von dem Album im Kopf hatte und es immer wieder zu einem Tauziehen der eigenen Standpunkte kam, ist es unglaublich wichtig, dass einer das Große Ganze im Überblick hat. Denn sonst kommt man einfach nicht weiter.


VOCALS & GESANG

Und dann kam der für mich schönste Teil der Produktion. Die Vocal-Recordings. Zum Einen war es für mich spannend, selber auf dieser Platte singen zu dürfen und zum Anderen war es toll zu sehen, wie ein Team einfach jedem Sänger, der ins Studio für Aufnahmen kam, einfach immer ein gutes Gefühl geben wollte. Klar - unser Aller Wunsch war es, das Beste aus jedem raus zu holen. Auch aus mir! Aber nie mit einem Gefühl von Leistungsdruck oder eben „abliefern“ zu müssen. Sondern motivierende Worte und hilfreiche Unterstützung von allen Seiten. Und mit Marcel als qualifiziertem Vocal-Coach konnte auch nichts schief gehen. Da war einfach kein Platz, um sich „klein“ oder „nicht gut genug“ zu fühlen.


MIXING & MASTERING

Danach dachte ich: „Ok, im Kasten! - Ab in die Pressung und ab auf Spotify.“ Denn zu diesem Zeitpunkt klangen die Songs für mich einfach schon unglaublich gut. Aber dann fängt Markus ja eigentlich erst richtig an loszulegen. Und was der richtige Mix und dann noch ein professionelles Mastering aus den nun angelegten Songs machte, hat mich einfach nur umgehauen.


FINISH & START

Und jetzt - am Ende von 1 ½ Jahren Produktion stehe ich hier und kann kaum fassen, was wir in den Händen halten.

Ich bin ehrlich. Vermutlich hätte ich mir nie zugetraut, wirklich an einem Album mitzuwirken oder sogar ein Eigenes zu produzieren. Aber mit diesem Team an meiner Seite habe ich eine tiefe Gewissheit gewonnen, dass der lange und einschüchternde Weg, der zwischen einer ersten Idee und einem fertigen Album liegt, mit unglaublich viel Kompetenz, einem großartigen menschlichen Support und geteilter Leidenschaft zu meistern ist.

Voller Stolz und mit großer Zuversicht stehen wir nun an der Startlinie einer neuen Produktion. Nämlich einem modernen und frischen Kinderlieder-Album für mich. Diesmal bin ich die Produzentin mit einer „Vision“. Und auch wenn es mich in manchen stillen Momenten nochmal einschüchtert, fühle ich mich jetzt schon viel sicherer und kann auf meine Erfahrungen aus dem gemeinsamen Projekt zurückgreifen.

Wir „layouten“ gerade. Und ja! - jetzt weiß ich was das bedeutet und was die nächsten Schritte sein werden.

Ich freue mich auf diese Zeit! Und neben der Freude auf die Zusammenarbeit mit Menschen, die mir zu Freunden geworden sind, freue ich mich vor allem wieder auf die vielen neuen (und alten) Lernschritte. - Das wird großartig. -

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