Ablauf einer Auftragsproduktion – Teil 1 Von der Idee bis zur Vorproduktion

Was genau machen wir eigentlich wenn wir den Auftrag erhalten einen Song zu schreiben und zu produzieren. Einem Auftraggeber sind unsere einzelnen Arbeitsschritte und internen Abläufe ja egal, er möchte einfach nur Lösungen und Ergebnisse präsentiert bekommen. Wir haben aber für uns intern einen sehr definierten, zeitlichen Ablauf der einzelnen Schritte. Und somit startet nach einer Auftragsvergabe die Maschinerie.

 

IDEE UND SONGWRITING

Bei jeder Auftragskomposition sind die Vorgaben des Kunden anders. Manchmal ist schon der Text durch ein Autorenteam klar vorgegeben, manchmal gibt es nur das Thema was zum Klingen gebracht werden soll. Manchmal wird die Stilrichtung schon sehr definiert, manchmal wird nur ein vergleich zu anderen Songs aufgezeigt.
Aus all diesen Puzzlestücken ziehen wir uns unsere Ideen für das Songwriting und überlegen dann noch ganz genau, zu welchem Anlass ein Song oder ein Musikstück produziert werden soll. Hier mit einfliessen müssen noch solche Faktoren wie, wie hoch ist das Budget, wer soll den Song später singen, wer ist die Zielgruppe, usw.
Persönliche Präferenzen sind hier definitiv nicht ausschlaggebend. Es geht nicht darum einen perfekten Popsong wie John Mayer zu schreiben, sondern etwas eingängiges und was einen „mitnimmt“!

 

VORPRODUKTION

Es ist natürlich nicht leicht, wenn man selbst eine Vision von einem Lied im Kopf hat, diese auch gegenüber dem Auftraggeber zu kommunizieren. Alle deine Gedanken, die Prozesse, die in deinem Kopf Sinn ergeben, kann der Kunde nicht immer nachvollziehen. Deswegen ist die Vorproduktion hier so wichtig, sie muss dem Kunden das geplante Arrangement so gut wie es eben nur geht rüberbringen. Aber vor allen Dingen lassen wir ihn nicht alleine damit. Ein Upload des Layouts auf unseren Server ersetzt kein ausgiebiges Treffen beim Auftraggeber vor Ort oder hier bei uns im Studio, um gemeinsam über den ersten Schritt zu sprechen.
Bei dem Layout geht es überhaupt nicht darum die komplette Form des Songs zu Ende zu bringen, Modulationsprozesse in der Bridge aufzuzeigen oder Drum-Fills zu setzen, die das Ganze später abrunden. Viel wichtiger ist dass die wichtigen Parts, wie zum Beispiel der Refrain, weitestgehend ausgestaltet sind. Wir zeigen unsere musikalischen Fähigkeiten, die Backing Vocals, die gedoppelten Gitarren, oder was auch immer wir konkret schon für den Song geplant haben, gleich zu Beginn im ersten Layout. So können wir unserem Auftraggeber nämlich unsere Vorstellung konkret näher bringen.

 

ERSTE ABNAHME

Da wären wir schon bei der ersten Halbzeit. Das fertige Layout erhält nun unser Kunde zur ersten Abnahme. Wie verhindern wir dass unsere Vorstellung jetzt zum ersten mal mit denen des Kunden aufeinanderprallen und beide so gar nichts mehr miteinander zu tun haben? Nun, hauptsächlich durch die oben genannte Vorproduktion. Denn jetzt ist es immer noch früh genug, um eine Idee zu verwerfen, aber weit genug entwickelt um in neun von zehn Fällen zu überzeugen. Wird das Layout “abgenommen”, sind wir auf der sicheren Seite und wir können in Ruhe mit der Produktion starten. Sollten “technische” Dinge nicht stimmen, wie zum Beispiel die „Tonart ist zu hoch/tief für ein Kinderlied”, “Der Style wie die Foo Fighters ist gut, aber euer Arrangement ist viel zu hart”, dann reagieren wir und passen einfach mit deutlichen Eingriffen ins Arrangement die Vorproduktion nochmal an. Ist die angestrebte Richtung völlig daneben? Kann mal passieren, aber dann hilft immer nur eins, die erste Vorproduktion verwerfen und eine neue machen.

 

ZUSAMMENFASSUNG

Für uns ist es super wichtig auf ein Team zu bauen, dass vor diesen komplexen Abläufen nicht zurückschreckt. Ganz im Vordergrund steht hier eine gute und stetige Kommunikation, die verhindert dass das gemeinsam gesteckte Ziel nicht erreicht wird und man sich in den Vorstellungen nicht zu weit voneinander fortbewegt. Der Austausch an Informationen kann beidseitig sehr komplex sein, das fällt uns immer wieder auf.
Es geht vor allem nicht darum das „coolste“ zu machen oder unseren Geschmack zu treffen sondern das Beste für den Kunden mit unseren Mitteln zu erreichen. Diese zwei Ansichten gilt es immer strikt voneinander zu trennen um das perfekte Produkt zu kreieren.

 

#rurtonstudio #rurton #tonstudio #markuswimmer #marcelstoffels #schulbuch #lehrbuch #hörbuch #audiomaterialien #audiomaterial #bildungsbereich #musikproduktion #sprachproduktion #hörspielproduktion #hörbuchproduktion #rurtonblog #blog #bloggen #auftragsproduktion #songidee #vorproduktion

Beliebte Beiträge

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

2019 Alle Rechte vorbehalten | Impressum | Datenschutzerklärung | Equipment