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“Grenzen sind nur im Kopf!” mit Keyboarder Axel Steinbiss [011]

INHALT

In dieser Reingetackert-Folge sprechen wir mit einem alten Weggefährten, nämlich Keyboarder Axel Steinbiss. Ein offenherziges Gespräch über seine musikalischen Erfahrungen, über Inspirationsquellen und über die grenzenlosen Möglichkeiten der Musik - wie sein erster “Cover-Gig” (zusammen mit Marcel) sein Mindset änderte, wie Corona ihn zu seinem “eigenen Ding” brachte und warum auch mal ein kaputtes Klavier in einer Produktion Platz finden darf. Und welches Gerät Axel auf eine einsame Insel mitnimmt? Das hört ihr in diesem Podcast.


SHOWNOTES


TRANSKRIPT

Markus: Hallo und herzlich willkommen zum Audio-Podcast des „rurtonproducing“-Teams. Heute geht es um Keyboard-Producing. Neben mir am Start ist der liebe Marcel und, über Zoom zugeschaltet ist, der Denis.

Marcel: Hallo.

Denis: Ich freue mich Leute!

Marcel: Unseren Podcast könnt ihr unterstützen, und zwar könnt ihr uns helfen, besser sichtbar zu sein. Das ist sehr wichtig für uns, indem ihr uns bei iTunes ein Abo gebt oder eine Bewertung schreibt. Das hilft und freut uns auf jeden Fall sehr. Vielen Dank dafür!

Markus: In den Shownotes findest du auch heute wieder alle wichtigen Infos unserer Folge, unseren Live-Gästen und anderen Sachen, die wir erwähnen. Schau einfach mal rein.

Marcel: Wir begrüßen euch zu dieser Folge. Heute dreht sich alles um Keyboards, Tasten, Musical Directors und das Arrangieren im Studio und auf der Bühne. Dazu haben wir einen ganz lieben Gast eingeladen - nämlich Axel Steinbiss: Keyboarder, Produzent, Komponist, Musical Director, Live-Keyboarder von „Curse“ und „Motrip“. Er hat in Arnheim studiert und daher kennen wir uns auch. Axel ist immer gut gelaunt. Er hat für „Der König der Kindsköpfe“, eine RTL-Produktion, komponiert und bei „The Voice of Switzerland“ war er auch Musical Director. Er arbeitet gerade an seinem Solo-Album und hat mit ein paar Größen wie Nelly Furtado oder auch Anastacia auf der Bühne gestanden. Ist also ein gewaschener Musiker. Wir begrüßen dich ganz herzlich, Axel!

Axel: Hallo, freut mich sehr!

Marcel: Wir sind uns irgendwann an der Hochschule für Musik in Arnheim über den Weg gelaufen. Axel wird euch gleich noch bestimmt erzählen, wie sein erster Gig mit mir war. Axel, wir freuen uns, dass du heute zum Thema „Keyboard-Producing“ bei uns hier im „rurton“-Podcast bist. Sag doch mal, was machst du gerade?

Axel: Ich freue mich sehr dabei zu sein, vielen Dank für die Einladung! Gerade arbeite ich hauptsächlich an meinem Solo-Album. Ich habe, wie gesagt, sehr viel als Sidemen und viel als MD und Keyboarder gemacht, produziert und komponiert und das ist jetzt tatsächlich mein erstes Statement. Nur für mich — nicht für andere Leute, sondern genau, was ich bin. Und das ist super spannend und aufregend.

Marcel: Ja, das glaube ich dir.

Denis: Hat das auch irgendwie Corona gemacht, sozusagen?

Axel: Ja absolut! Also vor Corona die Jahre habe ich eigentlich so pro Jahr 150-200 Gigs gespielt und man war eigentlich die ganze Zeit unterwegs. Irgendwie war alles durchgetaktet. Das kennt ihr ja selber. Es war eigentlich alles zu. Man hatte immer eine gute Entschuldigung, sein eigenes Ding nicht zu machen, weil es sowieso so viel von Äußerlichkeiten bestimmt war. Jetzt, wo es keine Gigs gibt - wie viele Gigs habe ich im letzten Jahr gespielt? Seit Corona vielleicht zehn oder sowas.

Marcel: Wahnsinn. Muss man sich mal vor Augen halten. Ein Keyboarder, der 150-200 mal im Jahr auf der Bühne steht.

Axel: Dann ist es ja so, dass ganz viele Sachen aus dem Leben raus sind. Man ist selbst “in Charge”, wie die Karriere funktioniert. Weil, man sitzt einfach da und es gibt keine Gigs. Entweder sagt man, man macht nichts und guckt Netflix oder man überlegt, wie man das positiv nutzen kann. Um seine eigene Platte zu machen, braucht man sowieso Zeit und Muße. Es ist perfekt dafür.

Denis: Wenn ich mal kurz einhaken darf, was ist denn dein eigenes Ding? Weil du sagtest, eine eigene Platte - was für eine Richtung ist das denn?

Axel: Das wird ein Solo-Piano-Album und wird vom Stil her ein bisschen so wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“-Soundtrack, Chilly Gonzales und alles sehr minimalistische kleine Klavierkompositionen. Ich achte sehr auf das Sounddesign. Man wird auch viel Klappern von Pedalen oder Rauschen hören. Es wird sehr atmosphärisch.

Markus: Wie gehst du das an? Machst du da eine Art Vorproduktion und recordest dann nochmal neu am Klavier oder arbeitest du direkt mit dem Klavier?

Axel: Das ist eine gute Frage, weil ich mir das auch gestellt habe. Wie macht man das am besten? Was für mich Workflow-mäßig total gut funktioniert, ist einfach, dass in den letzten 5 Jahren die Klavier Libraries softwaremäßig so unfassbar gut geworden sind. Die kriegt man nicht nur mit ganz viel Aufwand gut zum Klingen, sondern auch, wenn ich sie anmache und gucke, dass die Velocity-Kurve, quasi das, wie ich das Spiele, dass es funktioniert und gut passt. Da habe ich echt das Gefühl, das ist ein Instrument und ich kann mich echt darauf ausdrücken. Es inspiriert mich sogar. Es ist wie, als wenn ich an einem echten Klavier sitze. Meistens ist es so, dass wenn ich Muße oder etwas erlebt habe, wenn ich einen Spaziergang gemacht habe oder ich Musik gehört habe, die mich inspiriert, setze ich mich daran und drücke auf Record und improvisiere einfach. Ich gucke aber da schon, dass ich was abschließendes mache. Also nicht einfach rumdödeln, sondern das ich sagen kann, dass es ein Anfang und ein Ende hat. Und das man es vielleicht sogar benutzen könnte. Dann höre ich mir das an und dann gibt es meistens schon Sachen, die mir gefallen. Die nehme ich dann raus und setze dann nochmal an. Es ist so eine Mischung aus Improvisieren und Komponieren. Da baut man sich das dann so zusammen. Wenn ich das fertig habe und die ganzen Kompositionen fertig sind, nehme ich es wahrscheinlich nochmal mit einem richtigen Klavier auf. Aber das Ding ist, dass es schon so gut klingt und sich so gut anfühlt und man denkt natürlich aus Ego-Gründen „Ich bin Pianist. Ich kann meine Solo-Platte jetzt nicht auf einem Plugin machen.“ Aber andererseits, wenn es so gut klingt, blödsinn!

Marcel: Genau das hatten wir noch gestern in der Studio-Session, wo wir Demo-Gitarren einen Halbton hochgepitcht und in die Produktion reingenommen haben, weil sie einfach so lässig in dem Moment gespielt sind, dass wir sie gar nicht rekonstruieren konnten.

Markus: Sonst wirkt es gerne so konstruiert. Dann versuchst du, das Gefühl wieder zu kriegen, aber es funktioniert nicht. Oft muss das technisch dann einfach zurückstehen.

Marcel: Wir hören mal kurz in eine kleine Stelle von „Raum und Zeit“ rein. Axel hat uns ein paar Files mitgebracht. Ich spiele euch das mal ein und gehe mal mitten rein.

(00:07:16) - (00:10:00) Musik

Marcel: Da lacht und strahlt er!

Denis: Aber ich finde es auch geil irgendwie. Irgendwie direkt eine ganz andere Sphäre mitgenommen.

Axel: Danke, das freut mich.

Marcel: Was machst du da? Erklär mal kurz.

Axel: Also, ich habe letztes Jahr meinen Kollegen Affe Maria aka Daniel Karelly, ein super Produzent, der auch in Arnheim studiert hat, mit dem ich damals die Band „Rakede“ hatte. Der produziert unter anderem jetzt Till Lindemann von Rammstein und den habe ich letztes Jahr besucht, wirklich ein paar Wochen bevor Corona alles zugemacht hat. Da habe ich ihn einfach besucht und wir haben ein paar Beats und ein bisschen Musik gemacht und gevibet. Zur Aufnahme: lustigerweise stand bei ihm in der Wohnung ein altes mega verstimmtes Klavier. Unser Tag und Nachtrhythmus war auch komplett zerballert, es war 3 Uhr morgens und ich habe mich einfach daran gesetzt und ein bisschen gejammt und er hat sein iPhone genommen und hat es einfach aufgenommen. Weil du gerade meintest, krasser detuned Piano-Sound — es war aber gar nicht so designt. Das ist quasi eine iPhone-Aufnahme, die wir einfach reingezogen haben. Vielleicht noch ein bisschen kaputt gemacht haben, mit einem Chorus oder weiß was ich. Aber es ist tatsächlich eine iPhone-Aufnahme.

Marcel: Total cool und auch völlig legitim übrigens. Ich meinte das gar nicht …

Axel: Nein absolut. Ich wollte das nur erzählen, weil es so lustig ist. Weil man denkt „geiles Klavier Sample“ — aber es ist ein echt kaputtes Klavier. Tatsächlich kann man so ganz viel machen. Einfach mit einem iPhone. Ich habe letztes einfach gejammt und das iPhone daneben gelegt und es aufgenommen und habe es einem Produzenten geschickt und er meinte: „Super. Mega Vibe!“ - es hat automatisch schon so ein Rauschen und so was unperfektes. Einen Vibe einfach. Das ist einfach mit fast das Wichtigste.

Markus: Sind wir wieder beim Thema von eben.

Marcel: Und genau das hatten wir übrigens auch. Das Klavier bei meiner Freundin ist auch total verstimmt. Wir hatten das Fenster auf, draußen haben die Vögel gezwitschert und ich hatte irgendwie was von einem Song von mir gespielt und das ist immer noch in der Produktion drin. Wir können uns einfach nicht davon trennen. Es ist nicht perfekt, wie du es gerade schon gesagt hast und hat halt direkt einen Vibe.

Axel: Das Lustige ist sogar, dass es inzwischen Effekt-Plugins und Instrumente gibt, die quasi extra Sounds kaputt machen. RC-20 von XLN zum Beispiel. Das hört sich automatisch an, wie ein ausgeleiertes Klavier. Weil es einfach viel mehr Vibe hat, als ein perfekt aufgenommenes Ding.

Marcel: Axel, uns haben auch tatsächlich ein paar Fragen erreicht. Wir haben ein kleines Umfeld an Leuten, die uns schon ein bisschen verfolgen, was wir hier tun und auch immer ein paar Fragen reingeben zu den Themen. Da kam eine interessante Frage bei Instagram. Nämlich: Braucht man heutzutage denn ein Keyboarder, in Zeiten, wo Produzenten das Arrangieren und es doch eigentlich selbst machen? Ich dachte, diese Frage werfe ich dir direkt mal vor den Latz. Was sagst du dazu?

Axel: Beim Produzieren meinst du?

Marcel: Ja, ich denke, es geht jetzt wirklich um das Tonstudio.

Axel: Erstmal ist es so, dass viele Produzenten ja auch Keyboarder sind. Also kann man es auch so umdrehen. Und auch die Zeit jetzt, wo ich das Gefühl habe, dass die Leute ganz viel selber zu Hause machen und die Plugins einfach so gut sind. Ich habe es auch zum Teil, dass ich es einfach geil finde, wenn ich zum Beispiel Drums einspielen lassen kann. Aber wenn das nicht geht oder keine Zeit ist, programmiere ich sie auch. Das kannst du eigentlich inzwischen für jedes Instrument, würde ich fast sagen, einsetzen. Ob man das braucht oder ob das Budget da ist oder einfach die Software so unfassbar gut wird.

Marcel: Aber du bist schon so ein Multi-Rollen-Mensch. Du hast mir auch erzählt, dass du in ganz vielen Bands Live-Musical-Director bist. Da bringst du ja so viele Fähigkeiten mit in das Tonstudio, die man dann natürlich auch benutzen sollte. Ich denke mal so Sounddesign und all solche Sachen - also, wenn ich zum Beispiel ein Keyboarder im Tonstudio habe, dann ist das für mich eigentlich so der krasseste Mehrwert, abgesehen vom Spielen und von der Expertise am Instrument. Es ist auch einfach so, dass ihr Jungs natürlich ganz andere Erfahrungswerte mit Sounds habt und immer Ideen und irgendetwas bauen könnt - auch mit Plugins oder ohne Plugins. Das finde ich halt auch super spannend. Ist deine Sounddesigner-Rolle größer bei so Hip-Hop-Produktionen, als das eigene Spielen?

Axel: Größer weiß ich nicht. Aber vielleicht so 50/50, würde ich sagen.

Marcel: Interessant.

Axel: Als Keyboarder ist es ja so, du kommst da nicht hin und spielst alles mit dem Klavier-Sound, sondern es muss genau der Sound sein, der passt.

Markus: Oft musst du ja dann auch wahrscheinlich live reproduzieren, was in der Produktion passiert ist, wo es sich entwickelt hat und dann wieder auf die Bühne bringen.

Axel: Als ich zum Beispiel in Arnhem studiert habe, da schlagen wir wieder die Brücke, habe ich immer viel Klavier, Rolls und Orgel und so weiter gespielt, aber ich war in dem Sinne kein Keyboarder. Meinen ersten Cover-Gig haben wir, Marcel, tatsächlich gespielt. Das war der allererste Cover-Gig.

Marcel: Ich erinner mich noch gut dran.

Denis: Wo war das denn nochmal?

Markus: Das würde mich auch mal interessieren.

Marcel: TechniSat, Daun.

Axel: Genau und da hat Tobi, der Bassist, mich gefragt, ob ich Bock habe, das zu machen und hat mir eine Liste von 50 Songs geschickt und die habe ich noch nie gehört oder vielleicht mal gehört, aber noch nie gespielt. In das Mindset muss man erstmal hereinkommen. Weil, du studierst Jazz und denkst, dass muss alles kompliziert sein und man muss krass solieren können und was weiß ich.

Marcel: Und davor spielst du „Let Me Entertain You“ auf der Bühne.

Axel: Ja aber du kannst zum Beispiel "Jump" von Van Halen nicht mit einem Klavier-Sound spielen. Für so Cover-Sachen ist es eigentlich, würde ich sagen, fast wichtiger, dass die Sounds gut sind. Also natürlich musst du auch gut spielen können. Aber das ist auf jeden Fall wichtiger, dass man gute Sounds hat, anstatt das man ein mega krasser Solist ist.

Marcel: Das ist echt interessant. Eigentlich ist es doch auch, zumindest war es für mich so, ich weiß nicht, wie es für ein Keyboarder ist, aber dann hast du ja da auch erstmal, weil du ja gerade sagtest, dass du zu dieser Zeit wahnsinnig viel Klavier, Rhodes und sowas gespielt hast, kannst du ja eventuell auch eine Initialzündung für diesen Sounddesign-Kram gewesen sein. Bei mir war Cover-Musik früher auf jeden Fall auch, sag ich mal, ein riesiger Erfahrungswert für Song-Strukturen. Ich habe Songs einfach wahnsinnig schnell kapiert, nach ganz vielen Cover-Gigs.

Axel: Du bist ja auch eine Maschine.

Marcel: Na ja. Aber ich mache es nicht mehr. Ich habe aufgehört.

Axel: Nein, aber absolut, es ist wirklich lustig, dass wir gerade darüber sprechen. Weil dieser Gig tatsächlich die komplette Initialzündung war. Ich habe auch tatsächlich Unterricht dafür genommen - bei einem Typen, der in Cover-Bands gut Keyboard gespielt hat. Weil ich einfach viele Sachen nicht wusste. Wie kriege ich denn den Sound von einem Presets, dass er so klingt, wie das Original? Wenn ich den vom “Scratch” baue, einfach von der Wellenform - wie funktioniert das? Und das ist einfach was völlig anderes.

Marcel: Das möchte ich mal bitte kurz nicht unkommentiert lassen, weil ich das einfach cool finde. Wir haben ja alle auch schon mal unterrichtet und normalerweise hast du dann Mädels und Jungs, die in Cover-Bands spielen und da versuchst du eigentlich, den Kopf zu öffnen, dass Mindset zu erweitern, dass die Leute halt individueller werden und das sie vielleicht auch mal darüber nachdenken, dass sie selbst mal einen Song schreiben wollen und hier ist es einfach anders herum. Es kommt ein Experte, studiert quasi in Arnheim Klavier und ist ein voll individualistischer Künstler und steht das erste Mal auf einem Cover-Gig. Das finde ich einfach total lustig. Das finde ich total schön die Geschichte.

Axel: Das Ding ist einfach, dass man immer weiter lernt. Man ist immer nur Experte in einem Feld oder in mehreren. Und was meinst du, dieser Gig war für mich tausendmal anstrengender, als viele Sachen, die ich vorher gemacht habe, weil du einfach anders denken musst. Ich weiß noch, als wir das erste Mal „Time Of My Life“ gespielt haben. Da hatte ich irgendwie einen 3er Splitt oben auf dem Keyboard mit den Glocken, den Strings, ein E-Piano und ein Pad.

Marcel: War klar, du hast es auch sehr ernst genommen.

Axel: Ja natürlich. Aber das Ding ist, dass ich noch genau weiß, durch diesen Song zu kommen auch mit diesen ganzen tausend Parts und diesen Kicks, das war für mich wirklich wie so ein Formel-1-Rennen. Dann denkst du auch bei dem Stück, dass es vorbei ist und dann kommen diese Kicks und dann spielst du das und dann denkst du „Fuck, wie endet man das jetzt?“ Ganz oft werden die Songs ja auch ausgefadet und was weiß ich — aber es hat alles funktioniert.

Denis: Geil. Herrliche Geschichte für den ersten Cover-Gig.

Markus: Finde ich auch.

Marcel: Vor allem, wir waren danach noch bei McDonalds. Ich weiß nicht, ob du dich daran noch erinnern kannst. Aber das ging noch ziemlich lustig weiter diese Nacht. Ja aber krass, finde ich echt cool.

Axel: Ich habe bei diesem Cover-Gigs so unfassbar viel gelernt, für das, was ich danach gemacht habe. Ich habe 2019/2020 in einer Band gespielt von „The Voice of Switzerland“ und auch Sachen arrangiert und sowas. Es ist im Prinzip genau das gleiche Prinzip, da spielst du ja auch Songs nach, aber da haben wir 120 Songs, die wir spielen mussten. Wir haben an einem Tag, ich weiß es noch, 80 Songs mal geprobt.

Marcel: Bitte was?

Axel: Ja tatsächlich. Und was man da machen muss, das habe ich mir echt drauf gezogen für diese Cover-Gigs, wo man vielleicht sagt, es ist jetzt vielleicht nicht so High-Profile-mäßig. Aber da habe ich das gelernt, was ich dann mal so in Fernsehshows genutzt habe und was mir echt den Arsch gerettet hat, weil ich da einfach nicht tausend Stunden an einem Sound programmieren muss, sondern es relativ schnell hinkriege.

Marcel: Ja du hast auf der einen Seite ein Sound-Ohr und auf der anderen Seite auch das Song-Ohr. Ich glaube, du bekommst dann auch so schnell einen Plan von Strukturen. Für mich als Songwriter war die Cover-Zeit wahnsinnig wichtig, weil ich einfach seit dem Hooklines, Modulations-Sachen, Wie funktioniert Pop? Was ist jetzt da an dieser Melodie cooler als an der? Das sind ja dieselben Akkorde und so. Ja es gibt halt schon Unterschiede. Finde ich echt total interessant.

Denis: Ja coole Sache. Was mich noch interessiert, das war ja so ein bisschen die Initialzündung quasi für dich dann diese ganze Sound-Keyboard-Welt, sozusagen wurde da so ein bisschen eröffnet und später bist du ja dann tatsächlich als MD viel rumgekommen beziehungsweise hast da die Rolle übernommen. Wie kam das eigentlich dazu, dass du dann quasi gefragt wurdest, diese Rolle zu übernehmen und wie bist du damit umgegangen?

Axel: Fragst du, wie ich die Rolle als MD bekommen habe oder wie ich an die Künstler gekommen bin?

Denis: Beides. Überhaupt, wie es dazu kam.

Axel: Eigentlich basierrt alles aus Connections, dass du irgendjemand kennst und der mag, wie du spielst und empfiehlt dich dann, wenn irgendwo ein Posten frei wird. Der Raul Pfeffer, der auch in Arnhem studiert hat, mit dem ich ganz viele Bands hatte, hat mich gefragt, ob ich Bock habe, bei „Curse“ eine Audition zu machen und da bin ich da reingekommen. Am Anfang war ich aber noch kein MD. Da gab es einen anderen. MoTrip kam über Samy Deluxe. Weil wir mit der Band „Rakede“ von ihm gefördert worden sind und haben bei ihm Teile unserer Platte aufgenommen. Mo ist ein Kumpel von Samy und so kam das. Dann habe ich da angefangen. Und irgendwie ist es auch so, weil du als Keyboarder direkt auch Arrangeur bist - du hast ja quasi dein ganzes Orchester und die ganzen Sounds und hast auch viel Überblick, da ist es natürlicherweise so, dass oft die Keyboarder die MD’s sind.

Denis: Ja stimmt. Das habe ich tatsächlich auch oft schon gehört und erlebt. Wie gehst du mit dieser Rolle um? Ist das dein Ding so?

Axel: Ja das macht mega Spaß, das ist total gut.

Denis: Was ist deine Rolle? Vielleicht kannst du das auch mal ein bisschen ausführen.

Axel: Die Rolle ist, dass du eigentlich die Vision des Künstlers auf die Bühne bringst. Es gibt eine oder ein paar Platten und du machst dann eine Live-Show daraus. Du spielst es ja nicht 1 zu 1 nach, sondern du hast noch ein Intro und du hast ein Show-Aufbau und eine Dramaturgie und so weiter. Dadurch, dass du Live-Instrumente hast, hast du ja auch nochmal andere Möglichkeiten und kannst andere Sachen featuren. Du leitest auch die Band und die verschiedenen Musiker und machst Vorschläge für Arrangements, leitest die Probe und bist so Bindeglied zwischen Künstler und Band.

Denis: Voll geil. Stelle ich mir voll geil vor. Also ich könnte es nicht, aber super gut.

Axel: Ja macht mega Bock.

Marcel: Ich habe noch mal einen Schnipsel vom Axel. Wir hören mal rein.

(00:23:21 - 00:24:01) Musik

Denis: Cool. Axel, man hört deine, ich sage mal, Affinität zum Jazz und ich wollte dich fragen, ob du damals quasi in deinen Anfängen mit Klassik eingestiegen oder aufgewachsen bist? Beziehungsweise hast du mit Klassik angefangen? Gab es jemanden, einen Lehrer oder Mentor, der dir irgendwie Pop und Jazz direkt an das Herz gelegt hat?

Axel: Ich habe glaube ich mit 12 oder 13 angefangen, also nicht mega früh. Mit Klassik das kann man so gar nicht nennen. Man fängt einfach an mit so Kinderliedern und das würde ich jetzt nicht als Klassik bezeichnen. Hatte dann mit 14 einen eher klassischen Lehrer, dann bin ich da angekommen und habe eine Helge Schneider CD mitgebracht und meinte: „Sowas will ich machen. Das finde ich total geil.“ Das war mit dem Soundtrack von „Praxis Dr. Hasenbein“ rauf. “Da Humm!” heißt die Platte. Das habe ich aufgesogen. Ich fand das total gut. Das war ein Klassik-Lehrer, aber der war total offen und total nett. Er hat mir dann so die Blues-Skala gezeigt, er benutzt die F-Blues-Skala. Dann habe ich wirklich, als ich 14 war, wirklich 4 Monate lang den ganzen Tag diese Platte angemacht oder diesen Song. „Crazy, Crazy“ von „Praxis Dr. Hasenbein“ habe die F-Blues-Tonleiter darüber geschreddet - die ganze Zeit. Das ist genau das, was ich machen will. Und dann war ich ein Jahr in Amerika als Austauschschüler und habe gemerkt, dass ich Musiker werden will. Als ich dann zurückgekommen bin, habe ich zwei Jahre lang einen Jazz-Lehrer gehabt und habe dann studiert eigentlich. Mit 19 schon. Dieses Klassik-Ding, witzig, dass du fragst, das ziehe ich mir gerade irgendwie jetzt erst darauf. Seit ein paar Jahren übe ich total viel Klassik.

Denis: The other way around.

Axel: Ja und es macht total viel Spaß und man kann ja jederzeit mit allem anfangen. Und es ist immer so, es bringt einem ja immer was. Für alles, was man macht. Ob man Klassik, Jazz oder man möchte vielleicht Singen oder ein neues Instrument lernen.

Denis: Total geil.

Axel: Das Ding ist, es macht ja Spaß. Es ist ja Spielen. Es ist ja wirklich der Spieltrieb.

Markus: Kannst du uns vielleicht noch zu dem Song sagen, den wir gerade gehört haben. Was ist das oder wofür?

Axel: Kann ich dir sagen. Da habe ich einfach ein bisschen rumprobiert.

Markus: Ach das ist auch von dir.

Axel: Genau. Da habe ich neue Plugins bekommen und habe die so ein bisschen ausprobiert und rumgeschraubt. Wie gesagt, das Ding ist, Sachen, die schon rausgekommen sind, die ich gemacht habe für „Curse" zum Beispiel oder für die Fernsehshow, die kann ich hier jetzt nicht zeigen - aus rechtlichen Gründen. Deswegen habe ich einfach ein paar Dinge zugeschickt, die ich mal gecheckt habe. Das Ding war einfach so ein kleiner Jam. Das coole ist, solche Musik nennt man so Lo-Fi-Hip-Hop und witzigerweise jetzt, wo es Spotify gibt und wo alles so fragmentiert ist, wo jeder quasi seine - egal was er hört, Mittelalter-Rock oder Lo-Fi-Hip-Hop oder Naturgeräusche, es gibt Playlists und man kann die Sachen direkt finden. Man muss nicht in ein CD-Laden gehen. Diese Instrumentalmusik quasi, das man sagt, da läuft einfach ein Beat, aber da muss nicht jemand darauf rappen und da muss nicht jemand darauf singen. Das finde ich als total befreiend. Das ist wie so ein eigenes Genre, Musik-Instrumental und das ist total erfolgreich. Leute hören das zum Chillen und zum Entspannen. Ich hätte auf jeden Fall Lust vielleicht noch eine zweite Platte.

Markus: Cool. Ich habe hier noch eine witzige Frage und zwar von mir: Was ist, wenn du für eine längere Zeit auf eine Insel müsstest und nur ein Teil aus deinem Equipment oder von deinen Plugins mitnehmen dürftest. Damit du da irgendwie ein halbes Jahr zufrieden und glücklich bist. Was würdest du mitnehmen?

Marcel: Plugin, heißt das, dass er eine Mini-Tastatur automatisch mit dabei hat?

Markus: Ja...

Marcel: Strom aber dann auch.

Markus: Jetzt komm nicht mit so Detailfragen. ;-)

Axel: Was ich mitnehmen würde? Auf jeden Fall, das sieht man jetzt natürlich nicht im Podcast, aber ich zeige euch das mal. Wir sind ja bei Zoom. Nämlich das hier von Yamaha. Dieses “Reface CP”, das ist ein 3-Oktaven-Keyboard. Das hat Lautsprecher, Rhodes-Sounds, Keyboard-Sounds und so weiter. Es klingt unfassbar gut, das läuft batteriebetrieben, die Batterien halten ewig und ich habe das wirklich überall dabei. Ich nehme das überall mit. Egal, wo ich hingehe. Auch irgendwie in Russland auf Tour oder wenn ich in den Park gehe. Es ist einfach der Knaller.

Markus: Und schnelle Ideen damit mal eben…

Axel: Na ja das Ding ist, das ist ein vollwertiges Instrument. Ich habe es auch im Studio benutzt. Es ist wirklich der Knaller. Das würde ich auf jeden Fall mitnehmen.

Markus: Ja witzig.

Axel: Und wenn es kein Strom gibt auf der Insel, dann halten die Batterien auch sehr lange. Da würde ich auch dazu noch viele Batterien mitnehmen.

Markus: Cool.

Marcel: Das ist, glaube ich ein guter Tipp. Das müssen wir uns dann auch mal anschaffen.

Denis: Für die einsame Insel.

(00:29:10) - (00:30:50): Musik

Marcel: Ja du hast uns noch einen Track gegeben, der ist zehn Minuten lang. Ich kann das natürlich hier so schnell nicht abbilden und will es auch gar nicht zusammendampfen, ist nämlich ein sehr cooler Track und fängt sehr ruhig an, etwas meditativer und wir waren mal jetzt so mittendrin. Sehr cool. Sag was dazu. Da hast du komplett selber produziert?

Axel: Ja. Tatsächlich beim Feinschliff hat mir noch ein Kollege geholfen Alexander Rink, den könnt ihr vielleicht auch mal interviewen, das ist ein ganz toller Gitarrist und Produzent aus Düsseldorf. Das ist eine Auftragsarbeit für Aaron Timms, das ist ein ganz toller britischer Mind-Body-Healing-Coach. Das ganze Ding ist so 45 Minuten lang und ist so eine Art… bei Meditation denkt man immer an Chillen, aber das ist eher so eine Art Hörspiel oder Reise, die letztendlich den Leuten hilft, die Selbstheilungskräfte ihres Körpers zu aktivieren und „to expand your mind“ und so weiter und so fort. Und das war eine Auftragsarbeit und der hat mir halt gesagt, dass es ungefähr so klingen soll, aber es muss jetzt keine Chill-Out-Musik sein, hier sind die Vokals und darum geht es inhaltlich und mach was draus. Das hat total Spaß gemacht. Zur Entstehung: Das Krasse ist, das ist ja wirklich orchestral und groß und klingt sehr realistisch und das ist alles im Prinzip zu Hause am Computer gemacht. Das Einzige an echten Instrumenten ist eine Gitarre, die ich selber eingespielt habe. Nur das ich dann noch meinen Kollegen Ali gefragt habe, ob er mir noch ein bisschen beim Feinschliff hilft. Weil er noch ein paar Plugins hat, die ich nicht habe und dann hat er es mit mir zusammen gemischt.

Marcel: Wahnsinn, da geht echt einiges.

Axel: Danke.

Marcel: Plugins und auch orchestrale Sachen passiert ja auch so viel in dieser Welt. Super cool.

Axel: Aber es ist auch irgendwie lustig, wenn ich jetzt so gerade überlege, ich habe die Sachen einfach mal so herausgezogen „Hier, ich schicke euch mal dies und das“ - das sind ja drei komplett andere Sachen, fällt mir gerade auf. Es hat ja das eine nichts mit dem anderen zu tun.

Denis: Ja das ist eigentlich auch sehr witzig. Ist auch crazy. Da wollte ich nämlich ansetzen. Ist das wie, sagen wir mal, in Zukunft, du bist ja sehr freigeistig unterwegs und sehr breit in alle Richtungen aufgestellt. Gibt es irgendwas, worauf du irgendwann in Zukunft Bock hast?

Axel: Ich habe unfassbar Bock, eigentlich, worauf ich so voll darauf stehe ist, so Discofunk aus den späten 70ern und frühen 80ern. So four-on-the-floor-mässig! Wo es teilweise schon Drum Machines gibt und Synthies, aber auch noch Streicher und so. Eigentlich ein bisschen wie „Off The Wall“ und „Thriller“ von Michael Jackson. ”Chick” oder die “The Bar Kays” und weiß was ich. Das höre ich eigentlich den ganzen Tag. Oder den halben Tag. Mein Traum ist, die ganzen Leute, die da involviert waren als Studiomusiker und als Sänger und die ganzen Bands - die Typen sind alle so zwischen 60 und 80 Jahre alt. Mein Traum wäre es, irgendwie ein Album zu machen, wo man paar von den mal kennenlernt und mit denen Tracks macht. Das ist auf jeden Fall auf der Bucket List.

Marcel: Das ist ja wohl echt mal eine schöne Vision.

Denis: Absolut.

Marcel: Super cool. Wer bist du, von all den Dingen, die du bist, denn am allermeisten? Ich habe jetzt hier wirklich, auch als ich mich vorbereitet habe, kurz mit dir gesprochen und auch nochmal eine Liste gemacht: Musical-Director, Keyboarder, du standest bei „The Voice of Switzerland“-Ensembles auf der Bühne, wo du live arrangiert hast. Dann bist du Keyboarder von „Curse" und „MoTrip“, von all diesen ganzen Sachen - was machst du davon am liebsten? Bist du am liebsten Live-Keyboarder oder bist du am liebsten Arrangeur?

Axel: Das ist alles geil und alles hat seine Vorteile. Was ich so gerne am Studio mag, ist das man sowas kreiert und was selber macht und das man so in seinem Cocon ist, das man einen schönen Sound hat und das man was erschafft. Eigentlich macht mich das am glücklichsten - was zu Erschaffen. Das habe ich auch im Laufe der Zeit gemerkt. Ich bin ja auch in das Cover-Game so hereingekommen durch dich und habe ganz viel was mit Künstler gemacht, aber man reproduziert eigentlich. Und das ist auch cool. Das ist super auf der Bühne zu stehen und der Energieaustausch mit dem Publikum und mit den anderen Musikern. Aber ich finde etwas Eigenes machen - egal ob das jetzt für diese RTL-Show oder ein „1,2 oder 3“-Mockup ist, wo Mario Barth irgendwie rumspringt und so Kinder-sounds macht. Man denkt sich was Eigenes aus. Das finde ich sehr inspirierend und super cool.

Marcel: Das finde ich total schön, weil wir ja genau diesen Standpunkt hatten, wo wir Cover-Gigs quasi zusammen erlebt haben. Übrigens war dieser Gig, den ich mit dir damals erlebt habe, auch für mich der Startschuss des Endes. Ich habe ihn als Sänger alles andere als angenehm erlebt, das Ganze drumherum irgendwie und da hörte für mich so ein bisschen diese Welle nämlich auf. Deshalb finde ich das so schön, was du sagst, weil das gilt für mich ganz genauso. Hauptsache irgendwas kreieren, wir machen hier ja auch schon mal Schulbuch-Songs vom Klett-Verlag, solche Dinge zum Beispiel, aber ganz ehrlich, wenn mich irgendjemand von früher anspricht und sagt, dass ich mal voll der Punkrocker war und jetzt mache ich Schulbuch-Songs. Aber ganz ehrlich, dann sage ich: „Ich mach auch Punk-Rock-Schulbuch-Songs“, aber das Wichtige ist für mich einfach was zu Erschaffen und das finde ich total schön, dass du das gerade gesagt hast, weil das würde ich 1 zu 1 so unterschreiben. Es macht mich total glücklich, Dinge zu erschaffen. Das ist mir völlig egal, ob ich dabei was für irgendjemanden arrangiere, ob ich meine eigene Rock-Platte schreibe oder ob ich auch einfach mal ein Kinderlied schreibe.

Axel: Das Ding ist auch, das heutzutage ist es ja nicht so, dass man verschiedene Sachen machen kann, sondern man muss auch irgendwie breit aufgestellt sein, habe ich das Gefühl, weil sich auch alles ständig verändert. Man bringt eine Platte raus und lebt davon. Das ist schon ein bisschen anders geworden. Und es macht ja auch Spaß so viele verschiedene Sachen zu spielen. Wer sagt, dass man sich einschränken muss? Gar keiner. Es ist eigentlich sowas, was man sich selber sagt. Oder „Man muss dies und das Machen“ - muss man gar nicht.

Marcel: Das finde ich ein wahnsinnig schönes Statement.

Markus: "Nachbarschaftskonformität"...

Marcel: Ja das ist das Wort, was wir hier immer verwenden. Viele lachen immer über das Wort, weil sie es lustig finden - Nachbarschaftskonform. Ich nenne das immer so, weil ich bin ja auf dem Land aufgewachsen und da ist es wirklich ohne Witz so, dass Leute sich sehr viele Gedanken darüber machen, wenn sie irgendwas schreiben. Da ist zum Beispiel ein Kinderliedersänger, der eine Platte machen will, oder ich habe ja viele Leute im Vocal-Coaching gehabt und ich fand das immer lustig, weil die Leute das total beschäftigt. Was sagen Mama, Papa, Tante, das direkteste Umfeld dazu. Und das direkteste Umfeld, sag ich mal als Musiker, der vom ländlichen kommt, war nie das, was mich weitergebracht hat. Weiterbringen tun halt einen die Leute, die von wo ganz anders herkommen und die ganz andere Strömungen mitbringen. Die Zeit an der Uni ist ja zum Beispiel ein Paradebeispiel. Da hast du zwanzig Typen, da kann einer nicht unterschiedlicher sein, als der andere sein. In dem Kontext sind wir uns ja dann auch über den Weg gelaufen dann - zum Glück!

Axel: Da würde ich gerne was dazu sagen. Erfolg und alles ist 80 - 90 Prozent Psychologie. Die ganzen Grenzen sind nur im Kopf, dass man denkt, das man das kann oder man muss oder darf das nicht oder was denken die anderen Leute. Das ist alles kompletter Quatsch. Das ist alles komplett virtuell und komplette Fantasie. Das Gehirn ist echt wie ein Computer, der Millionen Jahre alt ist und der eigentlich aufs Überleben eingestellt ist. Man kann den Computer einfach so programmieren, dass man glücklich und zufrieden ist und das man seine Ziele erreicht.

Markus: Schönes Schlusswort!

Marcel: Was für ein schönes Abschluss-Statement. Axel, willst du noch irgendwas loswerden? Ich meine, das kann man gar nicht mehr toppen …

Markus: Vielleicht kannst du uns und unseren Hörern auch sagen, wo man dich so finden kann, wenn man nach dir sucht. Vielleicht Homepage oder auf den sozialen Medien? Vielleicht kannst du das kurz mit auf dem Weg geben.

Axel: axelsteinbiss_music bei Instagram und Facebook oder www.axelsteinbiss.com — da entsteht gerade die Homepage. Schade, dass wir schon fertig sind. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Markus: Dann würde ich sagen, wollen wir noch Tschö sagen, Axel. Wir freuen uns, dass du bei uns warst. Ich sage, bis zum nächsten Mal, vielleicht.

Denis: Vielen Dank Axel. Sehr inspirierend.

Marcel: Vielen Dank!

Axel: Danke euch, hat sehr viel Spaß gemacht!

Denis: Du kannst dir sicher vorstellen, so ein Podcast kostet Zeit und Geld. Du kannst uns gerne unterstützen. Wir haben einen PayPal-Account: paypal@rurton.de unter den Betreff: „Reingetackert“ kannst du uns gerne supporten.

Marcel: Genau. Wir sind immer offen für Anmerkungen, Kritik, Ideen für unseren Podcast — immer schön her damit. Das könnt ihr ganz einfach senden, wenn ihr uns etwas zu sagen habt an: reingetackert@rurton.de. Denkt daran, ein Abo hilft uns sehr, das hilft der Sichtbarkeit unseres Podcast, iTunes, ein Sternchen und ein Kommentar, wenn es euch gefällt - das freut uns immer sehr. Wenn ihr uns unterstützen wollt rurton@PayPal.de. Auch hierzu findet ihr alle Infos bei uns in den Shownotes.

Markus: Dann auch von mir noch ein Dankeschön für das Zuhören und schön, dass ihr auch heute dabei wart. Dann heißt es für uns wieder mal 3…2…1…

Alle: Reingetackert! 


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