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Eigener Strom durch Photovoltaik – Tonstudio mit guter Ökobilanz

Okay, dass es nicht gerade wenig Strom sein wird, den ein Tonstudio verbraucht war klar. Aber dass es dann doch so viel sein wird, realisierte ich erst nach dem ersten Jahr Studiobetrieb!
Beim Neubau des Studios war es irgendwie kein Thema eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach zu installieren, weil es zu dem Zeitpunkt nur möglich war erzeugten Strom einzuspeisen. Das fand ich nicht so attraktiv weil es eigentlich nur eine große Subventionierung war.
Jetzt kam aber die Frage auf, warum erzeuge ich nicht meinen benötigten Strom selbst, oder zumindest einen großen Teil davon, denn das war jetzt erlaubt.
Ich möchte Euch mal meine Lösung vorstellen und Euch zeigen wie toll das ganze in den letzten Jahren funktioniert hat.

 

KONZEPT

Im Gegensatz zu einer Photovoltaikanlage, die darauf konzipiert ist möglichst viel Strom einzuspeisen, waren bei unserer Planung andere Dinge wichtig. Unser alleiniges Ziel war es nämlich kontinuierlich, über den Tag verteilt, Strom zu produzieren und nicht wie bei üblichen Anlagen einen relativ hohen „Peak“ zur Mittagszeit. Wir wollten gewährleisten, dass über den Arbeitstag verteilt genug Strom für das rurtonstudio zur Verfügung steht. Somit wurden bei der Planung der Anlage alle Dachflächen auf dem Hauptgebäude und auf dem Garagengebäude genutzt, so dass wir auf insgesamt 5 sogenannte „Strings“ kommen. So nennt man mehre parallel geschaltete Module.

 

TECHNIK

Bei der Auswahl der einzelnen Komponenten und der ausführenden Firma war es uns besonders wichtig nicht nur möglichst günstig zu sein, sondern vor allen Dingen eine ordentliche Qualität und eine professionelle Ausführung zu erhalten.
Bei den Modulen haben wir auf Q-Cells gesetzt, da wir die Stabilität der Modulrahmen, sowie die damals noch nicht so gängige Optik, nämlich schwarze Rahmen und Felder, sehr ansprechend fanden. 50 Stück finden davon Platz auf unseren Dächern.
Um die Module auf das Dach zu montieren haben wir auf das System der Firma Schletter gesetzt. Sicherlich nicht gerade die billigste Lösung aber was die Ausführung angeht, sehr vertrauenserweckend. Schließlich geht es darum die Module einige Jahre sicher auf dem Dach zu halten.
Beim Wechselrichter entschieden wir uns für den Kostal Piko. Da wir 5 Strings haben und jeder Wechselrichter insgesamt nur drei Strings aufnehmen kann mussten wir zwei, á 5,5kW Leistung installieren.
Unsere Bedenken der Wechselrichter könne irgendwelche Störungen in unser Stromnetz bringen, die im Studio in irgendeiner Form hörbar einstreuen könnten, hat sich nicht bestätigt. Leider konnte uns aber kein Hersteller von Wechselrichtern vorab dazu eine Info geben, so entschieden wir einfach einen auszuwählen und bei Problemen die Option zu haben auf einen anderen Hersteller zu wechseln.
Bei der Verkabelung und Einbindung in unsere vorhandene Stromverteilung haben wir auch an nichts gespart und vor allen Dingen einen mehrstufigen Überspannungsschutz installieren lassen.

 

ERGEBNIS

Die Anlage hat mit ihren 50 Modulen eine Leistung von über 14 Kilowatt peak. Wir haben über die letzten 6 Jahre im Schnitt circa 11000kWh Strom im Jahr produziert und das ohne große Abweichungen. Prognostiziert wurde von unserem Installateur ProSolaris etwas unter 10000kWh pro Jahr. Damit gehörte er zu den Planern, die nicht utopische Werte angegeben haben und eine Installation im Vorhinein schon „schön rechnen“! Daumen hoch und Danke dafür!
Unser Eigenverbrauchsanteil des von uns produzierten Stroms lag im Schnitt immer weit über 50%. Damit haben wir erreicht, dass wir den Großteil des produzierten Stroms selbst nutzen und nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen müssen.

 

ZUSAMMENFASSUNG

Insgesamt ist die bei uns verbaute Photovoltaikanlage sehr zuverlässig und bisher auch völlig wartungsarm!
Vor allen Dingen war die Planung und die Installation durch ProSolaris und Ihre Partnerfirma Elektro Leister einfach nur topp.
Somit sind wir seitdem ein Tonstudio mit echtem „Ökostrom“. Das fühlt sich einfach extrem gut an und macht uns ein besseres Gewissen obwohl wir so viel Strom benötigen.
In Zukunft werden wir vielleicht unsere Anlage auch noch um einen Stromspeicher erweitern um unseren Eigenverbrauch noch weiter in die Höhe zu schrauben. Das ist aber konkret noch nicht geplant.
Habt ihr auch eine PV Anlage in Betrieb oder habt ihr vor eine zu installieren? Ich kann Euch gerne meine Hilfe anbieten und wir können einen Austausch starten. Schreibt einfach in meinte Kommentare.

 

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