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InHouse Server – Hardware, Software und Aufgaben

Seit der Eröffnung vom rurtonstudio betreiben wir einen eigenen Server hier im Haus. Wir haben uns dazu entschieden, damit einige wichtige Aufgaben im Hintergrund und manche auch ganz offensiv übernommen werden können.
Im letzten Jahr hat das System noch ein größeres Hard- und Software Upgrade erhalten und ist somit hoffentlich erstmal wieder für die nächsten Jahre gerüstet.

 

KOMPONENTEN

Das komplette Setup besteht aus einem Rechner, einem NAS und ein bisschen Zubehör. Ich möchte hier mal im Detail auf die einzelnen Hardwarekomponenten eingehen:
Als Rechner kommt ein Apple Dual Core i5 mit 8 GB RAM und einer 250GB SSD als Systemfestplatte zum Einsatz. Damit er schön im 19“ Netzwerkschrank seinen Platz findet, haben wir ihn in ein Gehäuse von Sonnet verfrachtet. Das RackMac Mini Gehäuse bietet auf 1HE genügend Platz um entweder zwei MacMini oder ein MacMini und auch noch ein Apple USB Super Drive aufzunehmen. Für letzteres haben wir uns entschieden.
Die Leistung ist völlig ausreichend und der Speicherplatz für die Systemdateien auch mehr als groß genug.
Als Speicherlösung haben wir uns für ein NAS von Synology entschieden. Und zwar das 19“ 4- Bay NAS RS816 samt der zusätzlichen 4-Bay Erweiterung RX415, die per eSata angebunden wird und das System somit auf insgesamt 8 Festplattenschächte bringt. Aufgefüllt haben wir das ganze dann mit 8x 4TB, insgesamt also 32 Terrabyte, RED Festplatten von Western Digital (WD) mit 64MB Puffergröße, die speziell auf den 24/7 NAS Dauerbetrieb ausgelegt sind. Außerdem sind diese Festplatten auch noch extrem leise, was jetzt in unserem Fall nicht so wichtig ist, da sie eh in einem lauten Technikraum in einem 19“ Netzwerkschrank verweilen, aber vielleicht für manchen doch kaufentscheidend.
Die Anforderung an den Switch war das er 48 Ports hat, Gigabit Verbindungen bietet und natürlich konfigurierbar ist. Somit haben wir uns schließlich für den Managed Switch GS 1900-48 von Zyxel entschieden.
Bedient werden kann das ganze auch, wenn gewünscht, am Netzwerkschrank via der Tastatur ACK-450U+ samt Touchpad von KeySonic, die ihren Platz auf einer ausziehbaren Rackablage findet.
Abgerundet wird das ganze Setup dann noch durch eine Absicherung gegen Stromausfall und – schwankungen mit der APC USV BR550GI UPS Pro. Diese stellt natürlich auch eine USB Verbindung zum MacMini her und kann das ganze Setup gut 20 Minuten überbrücken und bei längerem Stromausfall auch sicher herunterfahren.

 

SOFTWARE & DIENSTE

Auf dem Rechner kommt MacOS 10.13 High Sierra als Betriebssystem zum Einsatz. Es ist die letzte MacOS Version bei der, meiner Meinung nach, die Apple Server App mit der Server GUI für die einfache Konfiguration aus dem Apple Store Sinn macht. Mit MacOS 10.14 Mojave konzentriert man sich nun voll auf die Gerätesteuerung. Einige grundlegende Dienste wie DNS, DHCP usw. wurden hier von Apple ersatzlos gestrichen. Ein weiterer Grund von nun an nur noch im Terminal zu konfigurieren. Deswegen haben wir bisher noch gar nicht auf das neueste Betriebssystem geupdatet.
Bedient wird der Mac üblicherweise via VNC Remote Zugriff.

Das NAS wird einfach via der bekannten Synology Web-Oberfläche (DSM) konfiguriert. Es wurden hier mehrere Volumes in verschiedenen Raid Konfigurationen für die verschiedenen Einsatzbereiche und Dienste definiert. Die Volumes sind via ISCSI am MacMini eingebunden. Übernommen hat das softwareseitig im MacOS die Software globalSAN iSCSI Initator von sns (studionetworksolutions). Leider gibt es ansonsten keine Möglichkeit nativ im Mac OS iSCSI Volumes zuverlässig zu mounten.

Folgende Dienste übernimmt der Server in unserem Netzwerk:

– DNS
Alle IP Adressen im gesamten Studionetzwerk werden hier aufgelöst und bekommen hier entsprechend gut zu merkende Namen.

– AFP & SMB File Server
Da wir in einem heterogenen Netzwerk arbeiten, also sowohl Apple Macintosh Rechner als auch Microsoft Windows Rechner einsetzen, brauchen wir beide Protokolle für die Datenübertragung.

– BU Server
Vielfältige und automatisierte Aufgaben für das Backup im Studio werden hier übernommen. Was genau kann, darüber habe ich schonmal in einem früheren Artikel geschrieben.

– FTP/ SFTP mit WEB Server
Als Dropbox/ WeTransfer Alternative nutzen wir den FTP Server Dienst mit komfortablen eingebauten Web Server von crushftp. Ein tolles System. Damit bieten wir jedem Kunden seinen eigenen passwortgeschützten User Bereich.
So können wir Daten sehr schnell zur Verfügung stellen, da der Upload auf einen externen Server komplett entfällt.
Wir werden bei jeder Bewegung auf unserem Server benachrichtig, so entgeht uns kein Upload/ Download vom Kunden.

iTunes Server
Bereitstellung von jeglichen Medien wie Musik, Filmen und Fotos im Netzwerk.

 

ZUSAMMENFASSUNG

Das ganze Setup läuft extrem zuverlässig rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Ein größerer Knackpunkt beim Aufsetzen war die ISCSI Anbindung, die erst nach dem Zukauf einer Software reibungsfrei lief. Das System ist sehr schnell und benötigt seit dem Einrichten keine größere Wartung mehr.
Möchtest Du gerne noch etwas detaillierter wissen, dann schreibe doch einfach in die Kommentare.

 

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